Zeitgemäße Provenienzforschung

Forschung


Die ethnographische Sammlung des Kapitän Karl Nauer (1874-1962)
wird wissenschaftlich erschlossen und digitalisiert.


Die Südsee-Sammlung und das Historische Museum Obergünzburg fühlen sich einer zeitgemäßen Provenienzforschung verpflichtet. Das Aufarbeiten der Sammlungsgeschichte sowie laufende (Re)Inventierungsmaßnahmen vertiefen die Kenntnis der eigenen Bestände. Unser Ziel ist nachhaltige Transparenz.

Aktuell wird die ethnographische Sammlung des Kapitän Karl Nauer (1874-1962) wissenschaftlich erschlossen und digitalisiert. Ab Ende 2021 wird diese in sich geschlossene Teilsammlung der Obergünzburger Museen auf Bavarikon, dem Internetportal des Freistaats Bayern zur Präsentation von Kunst-, Kultur- und Wissensschätzen aus Einrichtungen in Bayern, allgemein zugänglich sein.
Nauers Sammlung stellt keine systematische ethnografische Sammlung dar, spiegelt aber eine typische koloniale Sammlungspraxis wider: den gesuchten „Raritäten“, d.h. vor allem zeremoniellen Objekte standen bald in großer Zahl eigens für den Handel mit Europäern hergestellte „Souvenirs“, vor allem Waffen, gegenüber.

Um ein möglichst vollständiges digitales Abbild der Sammlung zu erstellen, werden nicht nur die ca. 1550 ethnographischen Objekten berücksichtigt, sondern auch ca. 400 Glasplatten-Aufnahmen, die von Nauer stammen und teilweise den Erwerbkontext bestimmter Objekte dokumentieren, sowie (z.Zt.) ca. 200 Dokumente, die die Entstehung der Sammlung kontextualisieren.
Südsee-Sammlung Obergünzburg
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Dieses Vorhaben wurde von der Europäischen Union (EAGFL) und dem Freistaat Bayern im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative LEADER+ gefördert.