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Laufbahn zur See


Nach der 6. Klasse des Gymnasiums redete Karl Nauer von nichts anderem mehr als von der Seefahrt, und nach dem Ende des Schuljahres meldete er sich für ein Jahr zur Kaiserlichen Marine in Kiel.

Enttäuscht von dem dortigen Drill und der fehlenden praktischen nautischen Ausbildung heuerte er auf der dänischen Brigg Anna Mathias und anschließend auf einer englischen Viermastbark an.

Doch auch die Zeit als Schiffsjunge an Bord eines Segelschiffes „war eine grausame Lehrzeit, ein Hundeleben, Tag und Nacht auf den Beinen und dazu schlechtes Essen“. Die Seeleute waren der Willkür des Kapitäns und der Offiziere ausgesetzt, schliefen in feuchten Kojen, und die mitgeführten Lebensmittel waren häufig bereits nach wenigen Wochen verdorben.

Nach fünf Jahren Seefahrt entschloss sich Nauer daher zu einem Besuch der Steuermannschule in Hamburg, und im Anschluss war er zu militärischen Übungen auf dem Artillerieschiff Mars und dem Küstenpanzer Odin abkommandiert.

Am 23. April 1895 trat er in den Dienst des Norddeutschen Lloyd (NDL) und erhielt seine erste Berufung als 4. Offizier auf der Stuttgart im Juli 1899. Im Anschluss bereitete er sich von Mai bis November 1901 in Hamburg auf die Schifferprüfung vor und erhielt das Kapitänspatent.

Als 3. Offizier war er ab Dezember 1901 auf der Kaiserin Maria Theresia und darauf als zweiter Offizier auf der Halle, sowie seit dem Oktober 1902 in gleicher Position auf der Erlangen.

(Quelle: Magisterarbeit von Andrea Müller, Bremen, Januar 2002, m.w.H.)



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