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Dorf, Natur und Leben


Ein ballonförmiger Hut, Upi, erzählt von dem Erwachsenwerden der Insulaner (Initiation, ein über Jahre hinweg dauerndes Ritual). Der Jugendliche muss den Hut so lange tragen, bis die Haare in den Ballon hineingewachsen sind. In dieser Zeit darf er den Hut nicht absetzen, denn keine Frau darf seine Haare sehen. Friedrich Burger, ein Sammlungsbeauftragter des Stuttgarter Linden-Museums, berichtet, dass der einstmals gestartete Versuch, einem Jungen den Hut abzunehmen, an dessen heftiger Gegenwehr und der Tatsache, dass die Haare fest mit dem Hut verwachsen waren, scheiterte.

In weiteren Vitrinen sehen wir Pandanusshüte als Schutz gegen Sonne und Regen. Die typische Bekleidung dieser Region, wie z.B. die eines richtigen Mannes, die aus einem ins Haar gesteckten Kamm, einem Penisschmuck (Ovula-Schnecke) und einem Speer besteht. Auch wird verschiedenster Arm- und Beinschmuck gezeigt, sowie Bast- und Rindenbastschurze. Dinge des täglichen Lebens, wie Suppenschüsseln mit Schöpfkelle und Kokosnussschaber zeigen uns, mit welch liebevollen, kunstfertigen Verzierungen auch diese Dinge geschmückt wurden.

Dann fällt unser Blick auf das Dorf Bunlap. Weit schauen wir auf den Pazifischen Ozean hinaus. Über den Hütten hängt eine Unzahl von Speeren, von denen jeder einzelne für sich ein wahres Kunstwerk darstellt. Wir sehen massive Holzspeere, Speere mit Obsidianspitzen oder solche mit den spitzen Stacheln der Stachelrochen, sowie die sogenannten Königsspeere, die über ihre gesamte Länge mit farbigem Bast umwickelt sind.




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Dieses Vorhaben wurde von der Europäischen Union (EAGFL)
und dem Freistaat Bayern im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative LEADER+ gefördert.